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Pressemitteilung vom 16.12.2004 |
Neuanschaffung verändert Einsatztaktik
Neuer Überdrucklüfter in Dienst gestellt – „Flash-over-Gefahr“ geringer
Oberasbach – Seit Anfang Dezember 2004 hat die Stützpunktwehr an der Roßtaler Str. eine schon seit längerem geplante Anschaffung eines Überdrucklüfters in die Tat umgesetzt.
Dank der Zustimmung des Stadtrates im Haushaltsplan 2004 konnte dieses sehr wichtige Gerät nun in Dienst gestellt werden.
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Die Freiwillige Feuerwehr Oberasbach ist ihrem Ziel, den Anschluss an die technischen und taktischen Anforderungen der heutigen Brandbekämpfung und Hilfeleistung nicht zu verlieren, wieder etwas näher gekommen. Mit der Inbetriebnahme des neuen trag- u. fahrbaren Überdrucklüfters MT260 muß aber auch die Vorgehensweise im Einsatzfall neu überdacht und vor allem geübt werden. Diese notwendigen Übungen nehmen die Floriansjünger umso lieber in Kauf, kann doch jetzt mit diesem leistungsfähigsten Gerät im Landkreis die Vergiftungsgefahr durch Brandgase erheblich reduziert werden. Mit einer max. Leistung von 60000 m3 bei ca. 130km/h Ausblasgeschwindigkeit können binnen kürzester Zeit kleinere und größere Räume (z.B. Treppenhäuser in Hochhäusern, Fabrikhallen, Tiefgaragen etc.) mit Frischluft versorgt werden. Die Rettung von Menschenleben und das Leben der Einsatzkräfte wird dadurch viel besser geschützt. |
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Anlass zur Beschaffung dieses Überdrucklüfters war neben des ständig steigenden Gefahrenpotentials im Stadtgebiet (Kaufland, Geschäftszentrum am Rathaus incl. Tiefgarage usw.) die in Feuerwehrkreisen erwiesene Erkenntnis, das in erster Linie nicht die offene Flamme, sondern die dabei entstehenden Gase die Gefahr für Leib und Leben bedeuten. Diese erstickend wirkenden Gase, meist leichter als Luft, bilden sich an der Decke des Raumes und können durch unkontrollierte Luftzufuhr zu einem sogenannten „Flash-over“, also Feuerüberschlag, führen. Das bedeutet, das eine Feuerwalze blitzartig über bisher nicht in Brand geratene Bereiche eines Raumes hinwegzieht und diesen erfasst. Das neue Gerät baut nun, nach Erkundung des Einsatzleiters im Außenbereich platziert, einen Luftüberdruck vor diesen Räumlichkeiten auf, der die Brandgase zurückdrängt und nach Schaffung einer entsprechenden Austrittsöffnung (z.B. Fenster) sehr schnell aus dem Gefahrenbereich ableitet.
Untergebracht ist das 60kg schwere, benzinmotorgetriebene Gerät (90min. Laufzeit bei vollem Tank) zunächst im Kommandowagen der Wehr. Somit steht der Lüfter bei jedem Einsatz sofort zur Verfügung.
Weitere Infos wird in Kürze eine neu überarbeitete Homepage der FF Oberasbach auch hierzu beinhalten.
Holger Harbich
Pressesprecher
Freiwillige Feuerwehr Oberasbach
Tel. 0171-2340625