Chronik
 
1887 Aus einer Pflichtfeuerwehr, die aufgrund "amtlicher Bestimmungen über das Feuerlöschwesen" alle gesunden Männer in der Gemeinde im alter zwischen 18 und 50 Jahren Ende des 19.Jahrhunderts zum Feuerwehrdienst zwang, entstand am 5.September die heutige Freiwillige Feuerwehr Oberasbach mit insgesamt 24 Wehrmännern unter dem Befehl des 1.Kommandanten Jonas Steghöfer. Die Räumlichkeiten der neuen Wehr befanden sich im "Feuerhaus" in Rehdorf. Eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1871, eine große Leiter, zwei Feuerhaken sowie einige Schläue und Kleinmaterialien bildeten die technische Grundausstattung.
1894 Beim ersten Brand in der Gemeinde musste das Feuer im Wohnhaus des Bauern Kretschmann in Rehdorf gelöscht werden.
1897 Zum 10-jährigen Jubiläum hatte die Wehr bereits 34 Aktive und 4 Ehrenmitglieder. In den folgenden Jahren mussten immer weitere Großbrände bewältigt werden, der brand der Gerstendörferschen Brauerei.
1901 Technische Ausrüstung der Feuerwehr war erforderlich, sodass im Jahre 1901 eine neue Druck-und Saugspritze und eine mechanische Schubleiter besorgt wurden. Eingesetzt wurden sie bereits kurze Zeit später bei einer Explosion in Zirndorf, bei der 7 Arbeiter schwer verletzt worden waren.
1903 Am 16.Mai 1903 konnte die Wehr ihr neues Feuerwehrgerätehaus einweihen
1910 Nach einigen Führungswechsel in den vergangenen Jahren übernahm Johann Rohr am 9. Januar für 24 Jahre das Kommando über die junge Wehr. Unter seiner Führung fand die erste Sicherheitswache statt.
1912 Zum 25.-jährigen Bestehen der Wehr hatte sie durch ihr kontinuierliches Wachstum bereits 52 aktive und 7 passive Mitglieder.
1914 Unmittelbar nach Kriegsausbruch mussten 22 Kameraden ins Feld ziehen, neun von ihnen kehrten nicht mehr zurück.
1933 Nachdem die letzten Jahre recht ruhig für die Feuerwehr verlaufen waren, brachte die Machtergreifung Hitlers starke Veränderungen für alle Feuerwehr. Nach der Schenkung einer neuen Motorspritze im Januar 1935 wurde die Wehr in "Gemeinde-Feuerwehr Oberasbach" umbenannt. Auch Oberasbachs Orsteilwehren Altenberg und Rehdorf gehörten dieser Einheit an. Diese Organisation diente ab dem Januar 1938 als Sicherheitspolizei, eingegliedert in den Landesfeuerwehrverband Bayern
1939 Wieder wurde zum Beginn des 2. Weltkrieges am 1.Septmber viele aktive Mitglieder an die Front gerufen. Am 14. Dezember erfolgte für die Wehrmänner die Vereidigung auf den Reichskanzler Hitler. Durch den Abwurf der Fliegerbomben gestalteten sich die Rettungs- und Löscharbeiten in den folgenden Monaten extrem schwierig, zumal die Feuerwehr nur noch über Hornsignale alarmiert werden durfte, und mit immer weniger Einsatzkräften zurecht kommen musste.
1946 Nachdem Oberasbach am 18. April 1945 durch amerikanische Truppen besetzt worden war , konnte sich die Wehr ein Jahr nach Kriegenden wieder in "Freiwillige Feuerwehr Oberasbach" umbenennen. Unter der Leitung des Kommandanten Georg Lämmermann konnte am 14. April die erste Hauptversammlung stattfinden. Viele Barndeinsätze folgten in den nächsten Jahre, aber auch zusehends Technische Hilfeleistungen.
1952 In den 50-er Jahren erholte sich die Wehr zusehends. Zum 70-Jährigen Jubiläum hatte sie bereits wieder 38 Mitglieder. Zwischenzeitlich wurde der Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze 8/8 überreicht .
1960 Am 15.Mai 1960 nahmen die Kameraden zum ersten mal an einer Leistungsprüfung teil. In diesem Jahr wurde auch eine neue Anhängeleiter angeschafft.
1964 Am 18. Oktober konnte das neue Feuerwehrgerätehaus in der Bachstr. eingeweiht werden. Bereits ein Jahr später wurde das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 in Dienst gestellt.
1972 Bereits 1972 konnte der Feuerwehr ein weiteres Fahrzeug in Form eines LF Löschgruppenfahrzeuges LF 8 übergeben werden. Dei Zahl der Technischen Hilfeleistungen stiegen in den Folgenden Jahren stetig an. Außerdem musste zunehmen schwerer Atemschutz bei den Bränden eingesetzt werden, sodass 1974 4 Pressluftatmer angeschafft wurden.
1979 In diesem Jahr wurden die ersten Funkgeräte für die Feuerwehr Oberasbach angeschafft. Mitmittlerweile 55 Aktiven und rund 39 Einsätzen pro Jahr wurde die Ausbildung bei der Feuerwehr immer wichtiger.
1986 So konnten die Kameraden ihre Atemschutzausbildung ab Juni 1986 in der neu eingeweihten Atemschutzzentrale des Landkreises Fürth ablegen. In diesem Jahr wurden auch sie ersten 15 Funkmeldeempfänger für eine bürgerschonendere Alarmierung beschafft.
1987 In diesem Jahr fand das 100-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Oberasbach statt. Im folgenden Jahr konnte der Feuerwehr ein Einsatzleitwagen ELW übergeben, sowie weitere Funkgeräte durch Spenden finanziert werden.
1988 Durch den wachsenden Aufgabenbereich der Feuerwehren hatten die Einsatzzahlen von 27 Bränden, 62 THLs und 2 Fehlalarmen die FF Oberasbach an die dritte Stelle der Feuerwehren in Landkreis Fürth gebracht.
1989 Kurz nach der Ernennung Hans Stahls zum neuen Kommandanten musste die Feuerwehr einen Wohnhausbrand mit einem Toten hinnehmen.
1990 Dank des Kommandanten konnte ende des Jahres 1990 die Jugendfeuerwehr Oberasbach  mit dreizehn Feuerwehranwärtern ins Leben gerufen werden.
1991 Anfang des Jahres 1991 wurde für die Feuerwehr Oberasbach als 2. Wache im Landkreis Fürth ein Computer zur Datenerfassung beschlossen. Nach dem Mauerfall im Oktober besuchte erstmals eine Abordnung der Feuerwehr Oberasbach die Jahreshauptversammlung der ostdeutschen Feuerwehr Niederwürschnitz zwecks der Gründung einer Partnerschaft.
1993 Am 27.9.1993 wurde der Feuerwehr im Austausch für das TLF ein neues LF 16 in den Dienst gestellt.
1996 Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1996 wurde beschlossen, dass ab sofort auch Frauen als Vereins- und aktive Mitglieder aufgenommen werden dürfen. Da das alte Feuerwehrgerätehaus für die rund 60 Aktiven schon lange zu klein geworden war, konnte am 15. Juni 1997 das neue Gerätehaus in der Rosstalerstr. eingeweiht werden. Nach der Auflösung der Ortsteilwehr Unterasbach-Kreutles konnte in Folgejahr deren LF 8 im Austausch für das Alte übernommen werden.
2001 In diesem Jahr wurde die erste Frau in der Feuerwehr Oberasbach aufgenommen.
2002 Das Jahrhunderthochwasser veranlasste vier Wehrmänner aus Oberasbach an den Hilfsmaßnahmen im Raum Dresden teilzunehmen. Sie wurden dafür vom Freistaat Sachsen ausgezeichnet.
2004 Nach der Ernennung Walter Rumrichs zum 10. Kommandant der Feuerwehr Oberasbach ist die Feuerwehr weiter im Aufbau. Gegen Ende des Jahres soll der Anbau des Feuerwehrgerätehauses fertig gestellt sein.
2005 Ein Kleinalarmfahrzeug wurde beschafft und in Dienst gestellt. Der
Innenausbau und die Beladung erfolgten in Eigenregie durch die
Feuerwehrleute.
2006 Kameraden der Oberasbacher Feuerwehr helfen beim Katastropheneinsatz
im Bayerischen Wald. Zusammen mit vielen anderen Helfern wurden die Dächer
von den Schneemassen entlastet.