Feuerwehr Oberasbach ehrt 395 Jahre und eine Ära endet nach 26 Jahren

Landrat Dießl und Bürgermeisterin Huber ehrten langjährige Mitglieder und dankten für Einsätze in der Stadt Oberasbach und bei dem Hochwasser im Landkreis Fürth

Durch Corona ein bisschen später als sonst stand bei der Feuerwehr Oberasbach die Jahreshauptversammlung für 2021 auf dem Dienstplan. Nach dem der langjährige Vereinsvorstand Wilfried Berger, nach 26 Jahren, seine letzte Jahreshauptversammlung eröffnete wurde mit den Grußworten des Anwesenden Landrates Matthias Dießl, der ersten Bürgermeisterin der Stadt Oberasbach Birgit Huber und der Kreisbrandinspektion, vertreten durch Kreisbrandinspektor Rainer Harreuther, fortgefahren. Diese dankten für den Einsatz der Feuerwehr Oberasbach über das ganze Jahr hinweg und für die Bereitschaft sich ständig Aus- und Fortzubilden.  Besonders erwähnt wurden aber die Einsätze über die Stadtgrenzen hinaus bei denen die Feuerwehr Oberasbach unter anderem mit dem, kürzlich angeschafften, mobilen Stromaggregat beim hochwasserbedingten Stromausfall in Wilhermsdorf im Einsatz war und dort über 20 Stunden die Pumpen zur Trinkwasserversorgung am Laufen hielt. Parallel dazu war ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Oberasbach im weiteren Verlauf des Zenngrundes im Einsatz und unterstützte dort bei Pumparbeiten. Dafür wurde ausdrücklich Gedankt und erwähnt, dass es ohne die „grenzenlose“ Hilfe nicht machbar wäre solche Szenarien zu bewältigen.

Gestärkt durch diese Worte ging man gleich zu den Ehrungen von langjährigen Mitgliedern über. Hierbei wurden 14 aktive Mitglieder für 40, 30, 25, 20 und 10 Jahre Dienst geehrt und man kam insgesamt auf die stolze Summe von 395 Jahren geleisteten Feuerwehrdienst.

40 Jahre Dienstzeit 2. v.l. Siegfried Brendler, 5.v.l. Peter Götschel, 6.v.l Jürgen Stegmann

mit v.l Bürgermeisterin Birgit Huber, Landrat Matthias Dießl, KBI Rainer Harreuther, Lt.d. Fw. Klaus Kondert

Darauf folgte der Bericht des Jahres 2020 durch den Leiter der Feuerwehr Oberasbach Klaus Kondert, in dem die 212 Einsätze im Jahr 2020 mit knapp zweitausend Einsatzstunden, verteilt auf den Schultern der 83 aktiven Mitgliedern der Feuerwehr Oberasbach, erwähnt wurden. Auch wenn der Ausbildung- und Übungsbetrieb durch Corona stark eingeschränkt war freute man sich über die 6 Neuzugänge in den aktiven Dienst. Die Berichte unserer Löschlöwen- unserer Kinderfeuerwehr sowie der Jugendfeuerwehr sind durch die Einschränkungen leider auch sehr kurz geraten. Dennoch bildete man sich auch hier Online fort und organisierte Bastelaktionen und Fragespiele die auch von zuhause aus bzw. mit der Familie machbar waren. Anschließend standen noch weitere Ernennungen und Beförderungen vom Feuerwehrmann bis zu Löschmeistern an.

Ehrung 25 Jahre Dienstzeit  2.v.l Michael Hassler, 4. v.l Kai Windsheimer, 6. v.l Roland Lang

mit v.l. Bürgermeisterin Birgit Huber, Landrat Matthias Dießl, Lt. d. Fw Klaus Kondert, KBI Rainer Harreuther

Geehrte und beförderte Mitglieder mit Ehrengäste

Gefühlt den Höhenpunktes des Abends erreichte man als die Wahl des 1. Vorstandes anstand. Denn Wilfried Berger hatte schon bei der letzten Wiederwahl angekündigt das dies seine letzte Amtsperiode sein wird. Somit stand eine Neuwahl an, bei dieser Johann Peter als der Nachfolger von Wilfried Berger vorgeschlagen und gewählt wurde. Der 2. Vorstand Jörg Konopik dankte unserem „Willi“ für die lange Dienstzeit, die mit seinen einzigartigen, kurzen, aber aussagekräftigen Reden geprägt waren. Aber auch die vielen schönen Stunden die er bei Vereinsausflügen und Festen organisiert hat wurden erwähnt. Nicht zu vergessen war auch immer das offene Ohr bei Vorschlägen oder für zeitgemäße Veränderungen. Dafür sagten alle Anwesenden, nach seiner „letzten Rede“ an alle Mitglieder, mit stehenden und minutenlangen Applaus Danke.

Wilfried Berger links und der neu gewählte Vorstand Johann Peter rechts im Bild

Hund fordert Handarbeit der Feuerwehr

Hund steckt in Betonrohr- Feuerwehr legt Hand an

Am Samstagvormittag wurden die Feuerwehren Oberasbach und Rehdorf zu einer Tierrettung in den Stadtteil Rehdorf alarmiert, dort versuchte ein neugieriger Hund durch ein Betonrohr, dass als Wasserdurchlass dient, zu schlupfen. Nach ca. drei Metern im Rohr wurde die Neugier des Hundes durch angeschwemmtes Erdreich gebremst. Durch die Bewegungen des Hundes entstand eine Kule unter dem Hund und ein Vorwärts- oder Rückwärtskommen war unmöglich. Daraufhin alarmierte die Besitzerin die Feuerwehr über den Notruf. Von den Einheiten der Feuerwehren wurde das über den Rohr liegenden Erdreich mit Schaufeln abgetragen und ein Zugang durch vorsichtiges Abschlagen der Verrohrung geschaffen. Um das letzte Rohr erschütterungsfrei zu entfernen wurde der Spreizer zum „Aufbrechen“ des Rohres eingesetzt. Somit konnte der Hund wohlauf an die Besitzerin übergeben werden.

3 Generationen – Technischer Wandel in der Feuerwehr

Auch in der Feuerwehr gibt es stets neue Technik. Im Vergleich der 3 Fahrzeuggenerationen die in der Feuerwehr Oberasbach eingesetzt wurden kann man diesen Fortschritt, sowie die Weiterentwicklung unserer Feuerwehr gut erkennen.

Das 1965 in Dienst gestellte Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24) wurde 1993 durch das bis in diesem Jahr aktive Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) abgelöst.

Durch eine Gruppenkabine (8 Personen + Fahrer) konnten mit dem neuen Fahrzeug mehr Einsatzkräfte mitgenommen werden als es in der Staffelkabine des alten TLF (5 Personen + Fahrer) möglich war.

Zudem konnte sich ein Atemschutztrupp schon auf der Anfahrt ausrüsten, was wertvolle Zeitersparnis einbrachte.

Lediglich der vorhandene Löschwassertank wurde von 2400L im alten TLF auf 1200L im LF reduziert.

Dafür hatte das LF auch Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung verlastet, was bei steigenden Einsatzzahlen dieser Art bedeutete auch hierfür bestens gewappnet zu sein.

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Nach 28 Jahren im Dienst haben wir unser LF 16/12 im März 2021 außer Dienst gestellt und unser neues HLF 20 als neues Erstausrückendes Fahrzeug in Dienst genommen. Diese Anschaffung bietet neben einem wieder vergrößerten 2000L Löschwassertank inklusive einer automatischen Schaumzumischanlage viel neues Equipment um noch besser für das umfangreiche Aufgabengebiet gewappnet zu sein.

Fahrzeugweihe neues HLF 20

Traditionell ist mit der Fahrzeugweihe die Indienststellung eines neuen Fahrzeuges abgeschlossen. Am heutigen Mittwochabend erhielt unser neues HLF 20 unter besonderen Bedingungen und im kleinsten Rahmen mit der Bürgermeisterin Birgit Huber, Feuerwehrreferent Stephan Schramm sowie der Feuerwehrführung Klaus Kondert und Thomas Ernst, den christlichen Segen.

Hierfür bedanken wir uns bei Pfarrer Zeh und Pfarrer Stepper für die Durchführung der Fahrzeugweihe.

Strom weg – Feuerwehr sagt DANKE

Pünktlich zu den Osterfeiertagen stellte die Feuerwehr Oberasbach fest, dass Teile ihrer Hausanlage Stromlos waren. Zum Glück blieben „nur“ alle Maschinen, die mit Drehstrom betrieben werden, stehen. Zwar hat man einen Notfallplan zum Stromausfall aufgestellt, jedoch fehlt noch das dazugehörige Notstromaggregat um den vollständigen und erforderlichen Betrieb des Gerätehauses aufrecht zu erhalten. Mit diesem Problem musste man jetzt fast 24 Stunden leben. Gestern zum späten Nachmittag stellte man das Problem fest und kontaktierte den Störungsdienst der N-ergie, dieser war schnell vor Ort und stellte fest das es sich nicht nur um ein Problem in der Feuerwehr handelt, sondern der ganze Straßenzug betroffen ist. Da zu den nötigen Reparaturarbeiten der Straßenzug komplett stromlos geschaltet werden muss stimmte man sich mit der Feuerwehrführung und der N-ergie ab und entschied sich dazu die Abschaltung am Folgetag zu tätigen, da sonst beim Alarmfall nicht mal Licht im Feuerwehrhaus wäre. Diese Entscheidung stellte sich schon um 22:31 Uhr als richtig heraus, als da der nächste Alarm für die Feuerwehr Oberasbach einging. So konnte man wenigstens ohne Drucklufterhaltung und Abgasabsaugung, aber mit Licht, Alarmfax, Funktechnik etc. im Gerätehaus ausrücken. Zum Glück musste man nach dem Einsatz keine Reinigungen an Kleidung oder Atemschutzgeräten usw. vornehmen, denn dazu hätte der Starkstrom gefehlt. Hier wurde wieder mal schnell klar wie enorm wichtig eine intakte Infrastruktur ist. Deshalb sagen wir herzlichen Dank an alle Beteiligten zur Beseitigung des Schadens während des Feiertages. In der Zeit wo der Großteil von uns seinen Fisch mit der Familie genossen hat, haben die Fachleute Stunden in der Baugrube geschufftet und die für uns so selbstverständliche Stromversorgung wieder hergestellt.

Neues Löschfahrzeug geht in den Dienst

Nach fast 28 Jahre im aktiven Dienst, darunter über 17 Jahre als erstausrückendes Fahrzeug, wird es auch für unser Löschgruppenfahrzeug 16/12 Zeit, sich in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Unzählige Einsätze, Übungsdienste und Sicherheitswachen wurden seitdem absolviert und haben im Laufe der Jahre auch ihre Spuren hinterlassen. Trotz der starken Beanspruchung von Material und Gerät ermöglichte das Fahrzeug der Feuerwehr Oberasbach stets zuverlässig den Dienst zu absolvieren. Von Keller unter Wasser bis zum Gefahrguteinsatz, vom Fehlalarm zum Großbrand, von Übungen bis zu Menschenrettung, überall war unser Löschgruppenfahrzeug im Einsatz und brachte uns stets Unfallfrei hin und zurück. Allerdings zeigte sich in den letzten Jahren immer öfter, dass auch bei einem derart robusten Fahrzeug irgendwann die Belastungsgrenze erreicht ist und somit auch der Dienstbetrieb nicht mehr sicher absolviert werden kann. Daher ist es nun soweit und die Feuerwehr Oberasbach konnte am 16.03.2021 das neue HLF 20 als Ersatzbeschaffung in den Dienst nehmen. Wir hoffen daher allseits auf eine unfallfreie Fahrt und darauf, dass uns das neue Fahrzeug genauso treue Dienste erweisen wird.

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Alte und neue Fahrerkabine

Alter und neuer Mannschaftsraum

Alte und neue Pumpe

Altes und neues Dach

Feuerwehr Oberasbach unterstützt im Impfzentrum

Im Rahmen des Katastrophenalarmes unterstützt die Feuerwehr Oberasbach die übergeordnete Katastrophenschutzstelle des Landkreis Fürth. Bei diesem Einsatz handelt es sich um Personalanforderung zum Betrieb des Impfzentrums in der Jahnhalle in Oberasbach. Am heutigen ersten Tag unterstützen wir bei der Inbetriebnahme der Einrichtung an der Jahnstraße und bei der Durchführung. Darin lag die Aufgabe ankommende zu Impfende vor Ort mit einzuweisen, so wie viele Hintergrundarbeiten beim Ablauf zur Impfung. Nachdem es der erste Tag in der Jahnhalle war wurden viele Tätigkeiten zum optimierten Ablauf durchgeführt. Unterstützt von der Feuerwehr Rehdorf war es für uns ein erfahrungsreicher Tag. Nachdem wir vorerst bis Donnerstag im täglichen Betrieb mit eingeplant sind freuen wir uns darauf möglichst viele Leute unterstützen zu können.

Einweisung durch den Leiter des Katastrophenschutzes, Frank Bauer